Samstag, 21. März 2009

Absolut ausgeliefert

Ich lese gerade das Buch von Karim Abedi "Ich bin, das Du bist". Folgende Passagen haben es mir bisher ganz besonders angetan:

Alles, was sich äussert; jeder Gedanke, jeder Zweifel ist die Quelle. Du kannst Deine negativen Gedanken nicht korrigieren und auch nicht Deine positiven. Absolut ausgeliefert. Absolut arbeitslos. Und wenn Gott will, dass Du zweifelst, dann zweifelst Du. Du hast absolut nichts damit zu tun. Es gibt keine eigenständige Bewegung wie ein Ego oder eine Person. Und jeder Versuch, dass diese scheinbar getrennte Person zur Quelle zurückkommt, ist zum Scheitern verurteilt. Gott fragt Dich nicht, ob Du so sein willst, wie Du gerade erscheinst. Das ist die Realität - verweile in ihr.

Wie willst Du annehmen, was Du bist? Oder sagst Du morgens: ich nehme jetzt die Sonne an? Du bist, was Du bist. Du wirst nicht danach gefragt, ob Du Dich annimmst. Da ist dieser Gedanke, der scheinbar aus der Einheit herausgeht, um dann zu sagen: Ich suche mich. In Wahrheit ist da niemand.

Wie sollte die Illusion erkennen, dass es sie nicht gibt? Wie sollte die scheinbare Person erkennen, dass es sie nicht gibt? Etwas, was es nicht gibt, kann nicht erkennen, dass es nicht existiert.

Kommentare:

  1. HARAKIRI-'ADVAITA'? Gibt es keine Illusion, gibts auch keine Wahrheit, die sich als Illusion 'outet'. DAS EINE OHNE EIN ZWEITES umfasst Sein wie Nichtsein. Zu behaupten: Es gibt nichts - ist also dualistische Illusion!

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  2. Über ein Computer-Programm lässt sich beispielsweise sagen, dass es keine materielle Wirklichkeit besitzt. Es ist Information, virtuell; jedoch gebunden an (in der Regel) magnetische Partikel, ohne diese jedoch zu sein. Über Sprache und Verstand kann man alles in Frage stellen: nichts ist wahr; weder sein Gegenteil, noch die Abstufungen zwischen zwei Polen. Sprache und Verstand können daher im glücklichsten Fall nur auf die Essenz, das Absolute, Wahrheit, Gott (oder wie immer man DAS nenen will) hindeuten - und zwar am besten durch die Desillusionierung der Vorstellung, dass es bessere und schlechtere Begriffe oder Konzepte geben mag, um die Wahrheit zu beschreiben. Wie sollen denn Wörter und Konzepte dasjenige beschreiben können, aus dem die Begriffe selbst sowie ihre Nutzer ihre Existenz verdanken? - Wie soll Sprache denn die Ganzheit beschreiben können, worin sowohl Sprache, als auch Egoillusionen blosse Erscheinungen sind? - Alles nichts weiter als virtuell agierende Programme (was als Beschreibung natürlich auch wieder bloss ein unzulängliches Konstrukt sein kann - smile...)

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  3. Erinnert mich an die zehn Bilder der Hirte-Büffel-Zengeschichte, die aber nicht beim achten Bild(der LEERE)stehenbleibt, oder stagniert!?

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  4. dank für den leckeren auszug aus karims buch;-)
    immer wieder ein genuss

    love ronny

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  5. Hey Albert, bist ja noch da. Freut mich!
    Absolut ausgeliefert?
    Ich sehe nichts, dem ich ausgeliefert sein könnte. Absolut nichts! :-)

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  6. ich fühle mich nicht mehr ausgeliefert :)denn auch ich sehe nichts dem ich ausgeliefert sein könnte...nicht mehr :)

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  7. Ja hallo; karim Abedi;- DAS Buch über ihn.
    Ich durfte es vor zwei Jahren für den "Connection-Verlag" rezensieren. Während des studierens hatte ich eine wundervolle, spirituelle Erfahrung: Der Raum indem ich saß verschwand. Stille. Als das vorbei war, bemerkte ich, das ich Strassenschuhe und ne Jacke an hatte.Die "Erfahrung" war nebelig. Wo war ich?

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  8. Schöner Text.
    Aber: Wer ist Gott?
    Was ist die Quelle?

    Lieben Gruss :-)

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